Eine Windeltasche selbst genäht ♥ – von mir – Tutorial

Eine liebe Kollegin hat heute ihre süße kleine Maus zur Welt gebracht. ♥

Und was liegt da näher als Geschenk, als eine Windeltasche? Ja nix, drum hab ich eine für sie und ihre kleine Lotta genäht. 😀

Im großen weiten Internet findet man ja bereits ganz ganz viele tolle Tutorials, in denen euch kreative Köpfe ihre Windeltaschen vorstellen und zeigen, wie ihr sie ganz einfach nachnähen könnt. Meine Windeltasche hat andere Maße und keine KamSnaps, sondern ein Gummi zum Verschließen und auch 3 Innentaschen, nicht 2 und auch nicht 4.
Ganz allgemein ist ja prinzipiell alles wandelbar, aber ich zeig euch einfach mal, wie ich die Tasche so gezaubert hab. 😉 Ich rate euch, die Anleitung erst einmal vollständig zu lesen und erst dann mit der Arbeit anzufangen.

An dieser Stelle sei erwähnt:
Privates Nachnähen ausdrücklich erwünscht! Ihr dürft meine Anleitung natürlich gerne empfehlen und privat nutzen, dazu zähle ich auch, wenn ihr euer Genähtes Verschenken wollt, nur bitte ich euch in diesen Fällen auf mich zu verweisen. Das wäre nur fair! Die gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet!!

Also: 😉

Zuschneiden müsst ihr euren Stoff in folgenden Maßen (HxB – Nahtzugabe enthalten)

2x 25×38 (je 1x Innen- und Außenstoff)
2x 25×34 (große Laschen – bei mir auch der Außenstoff)
1x 25×30 (kleine Lasche – bei mir der Innenstoff)

außerdem benötigt ihr

1x 23×36 Vliseline (Verstärkung Innenstoff)
2x 23×16 Vliseline (Verstärkung für jeweils die Hälfte der großen Laschen)
1x 23×14 Vliseline (Verstärkung für die Hälfte der kleinen Lasche)
ein Stück Gummikordel (bei mir knapp 12cm)
1 Knopf
eure Nähmaschine
Garn
Stecknadeln bzw. Klammern zum Fixieren

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Zu Beginn habe ich erst mal fleißig gebügelt. … Ja, ich habe gebügelt… Ich grusel mich tierisch vor dem Bügeln. Also so richtig doll. Ich finde es furchtbar. Ich hasse es.
Zuletzt gebügelt hab ich vor etwa … ja… gute Frage… Grob geschätzt… 3? 4? Jahren? 😀

ABER: Die Tasche sollte ja schick werden, also musste ich da durch. Sie sollte ordentlich werden, also musste ich da durch. Ich wollte etwas Besonderes, also musste ich da durch.*schwitz*

Nachdem ich also die Vliseline aufgebügelt habe, habe ich mir das große Stück vom Innenstoff mit der rechten Seite zu mir auf den Tisch gelegt.
Dann hab ich erst die beiden großen Laschen ordentlich mit den offenen Seiten nach außen auf den Innenstoff gelegt und dann die kleinere Lasche auf die rechte größere Innenlasche gelegt. Ich hab das noch mal einzelt gefotoknippst, auf Bildern erkennt man es ja irgendwie doch besser, als es mit Worten verständlich ist.

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Nun geht’s einmal kurz an die Maschine. Wirklich nur ganz kurz, aber besser als nichts. Ich habe mir an dieser Stelle nämlich die beiden Laschen der rechten Seite genommen und dann einmal mittig mit einem Gradstich über die kleinere Lasche drüber genäht. (Leider habe ich das nicht extra geknippst, aber am Ende seht ihr noch mal auf einem Bild, was ich gemeint habe.)

Dann habe ich noch die Gummikordel zum Verschließen an den rechten Außenrand gelegt und natürlich auch an mein kleines HandMadeLabel gedacht. 😉 (Es wird euch hier auffallen, dass ich das eben beschriebene mittige Absteppen der beiden Laschen erst nach dem Knippsen gemacht habe. Ich bitte um Verzeihung. Ihr spart aber Zeit, wenn ihr erst die kleine Horizontale näht und dann weiter die Stoffe „stapelt“.)

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Die Vorbereitung ist gleich geschafft! Nur noch den großen Außenstoff links auf links drüber gelegt, alles fein festgesteckt, damit nichts verrutscht und dann geht’s endlich mit Schwung an die Nähmaschine. ♥ Beruhigt euch das Rattern dieses guten Stückes eigentlich auch oder geht das nur mir so? *grübel*

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Nun bitte einmal ringsherum bei 1cm mit einem Gradstich absteppen (an der Gummikordel habe ich noch 2mal Vor und Zurück drüber genäht, als Schutz, muss ja einiges aushalten!).
Bitte vergesst hier nicht die Wendeöffnung, die sollte je nach Dicke eurer Stoffe zwischen 5 und 8cm liegen – ich habe knapp 6cm genommen.
Auch ist es wichtig, am Anfang und am Ende mit 2 Stichen Vor und Zurück zu Verriegeln, damit euch später nichts auftroddelt. Zusätzlich als Auftroddelschutz habe ich im Anschluss noch die Nahtzugaben mit der Zick-Zack-Schere bearbeitet.

Danach wird alles gewendet und – weil es so wunderbar ist – noch mal fein drüber gebügelt.

Nun könnt ihr entweder die Wendeöffnung mit dem Matratzenstich per Hand zunähen oder, so wie ich, einfach mit der Maschine knappkantig drübersteppen.

DSC_0039DSC_0041DSC_0042Ich habe nun probehalber die Tasche vollgestopft, damit ich abschätzen konnte, wo genau mein Knöpfl hin muss. Es sollte nicht zu weit links oder rechts sitzen, in diesen Fällen könnte es dann passieren, dass eben das Gummi ständig unter so argem Zug steht, dass der Knopf zeitnah wieder abreißt oder das Gummi steht unter gar keinem Zug und wenn die Tasche mal weniger vollgestopft ist, fällt alles raus.

Also jedenfalls hab ich dann das kleine Blümchen angenäht und schon war die Tasche fertig!

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