Junge Mami…


Ich bin ja nun …

vor Kurzem erst eine Mami geworden. Die Angst vor der Entkugelung ist vergessen, die Angst etwas Falsch zu machen kam. Die Vorfreude ist der Liebe zu diesem kleinen Wesen gewichen. Der Stolz ist noch größer.

Klar, die erste Woche war wahnsinnig anstrengend, mein kleiner Sohn lernt mich erst noch kennen, ich versuche, ihn zu verstehen.
37 Wochen lang war er in meinem Bauch, ich hab ihn beschützt, mich gesund ernährt und auf einiges verzichtet. Meine Haut ging an ihre Grenzen, die Rückenbeschwerden, die Atemnot, ein Zipperlein hier, ein Zipperlein dort… Die anfangs zarten Bewegungen, wie Schmetterlinge im Bauch, ein kleine platzende Luftblase… Später dann die Turnübungen, die regelmäßig meine Rippen trafen…

Und nun …. ist er da. ♥ Ein Kind zu haben, es unter Schmerzen in die Welt zu schicken, gibt jede Menge Kraft. Auch wenn der Schlaf zur Mangelware geworden ist und die Zeit im Nu allein durch Hungerbekämpfung und Windeln wechseln vergeht, ich fühle mich stärker, seit mein Sohn auf dieser Welt ist. Ich denke nicht, dass ich mich in meinem Verhalten geändert habe, aber vielleicht strahle ich es aus… etwas mehr Ruhe, Glück… Die Liebe zu diesem kleinen Geschöpf.

Passend dazu habe ich im Internet eine wundervolle, nun ja, sagen wir, Geschichte gefunden. Der Autor ist mir leider unbekannt (ich bitte um Mitteilung, solltet ihr ihn oder sie kennen!). Aber immer wieder, wahrscheinlich durch die Hormone ;), trifft sie mich mitten ins ♥ …

 

>>>> Mein Sohn

Eine Mutter hielt ihren neugeborenen Sohn in den Armen. Sie wiegte ihn vor und zurück, vor und zurück, und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er zwei Jahre alt war, rannte er durchs ganze Haus; er riss Bücher aus den Regalen, leerte den Kühlschrank oder spülte die Uhr seiner Mutter durchs Klo hinunter. Dann seufzte seine Mutter manchmal: „Der Junge macht mich noch wahnsinnig!“

Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er neun Jahre alt war, kam er nie zum Essen rein, wenn man ihn rief; nie wollte er sein Bad nehmen; und wenn die Oma zu Besuch kam, sagte er unanständige Dinge um sie zu ärgern.
Manchmal hätte seine Mutter den Bengel am liebsten an den Zoo verkauft.

Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er ein Teenager war, hatte er merkwürdige Freunde, ernährte sich ungesund und hörte laute Musik. Dann dachte seine Mutter manchmal, sie sei im Zoo!

Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er erwachsen war, zog er zu Hause aus. Er wohnte jetzt am Ende der Stadt.

Manchmal, nachts, wenn seine Mutter nicht schlafen konnte, lag sie im Bett dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Aber nicht nur der Sohn wurde älter, auch die Mutter wurde älter und älter und alt. Eines Tages rief sie ihren Sohn an und sagte: „Du kommst besser vorbei; ich bin zu alt und zu gebrechlich, um das Haus zu verlassen.“
Der Sohn fuhr quer durch die Stadt zu seiner Mutter. Als er zur Tür hereintrat, hörte er sie leise singen:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein…

Aber sie konnte nicht zu Ende singen, so gebrechlich war sie und schwach.
Da setzte sich der Sohn zu seiner Mutter ans Bett und nahm sie in die Arme. Er wiegte sie vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück, und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du meine Mutter sein.

Als der Sohn an diesem Abend nach Hause kam, blieb er lange auf der Treppe stehen.

Dann trat er in das Zimmer, wo seine neugeborene Tochter schlief.
Er trat auf Zehenspitzen an ihr Bett und nahm sie sanft in die Arme. Er wiegte das Baby vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück und sang ganz leise:

Ich liebe dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.  <<<<

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